Mordenit

Forumsregeln
Das Kopieren von Texten und Bildern aus dem Heilstein Lexikon kann zur Abmahnung führen.
Antworten
       
Benutzeravatar
Pandoria
Beiträge: 1972
Registriert: 20.06.2012, 23:52

Mordenit

Beitrag von Pandoria » 30.01.2019, 20:27

Mordenit

apophyllit-mordenit-nasik002.jpg
Mordenit auf Apophyllit

Synonyme und Handelsnamen:
Arduinit, Ashtonit, Flokit, Pseudonatrolith, Ptilolith, Steeleit, Steelit


Vorkommen:
Australien, Antarktis, Indien, Großbritannien, Dänemark, Brasilien, Italien, Zypern, USA, Japan, Island, Deutschland, Österreich, Argentinien, Russland, Südafrika, Rumänien, Bulgarien, China, Frankreich, Kanada, Ukraine, Ungarn, Spanien u.a.

Mordenit ist eine eher seltene Mineralbildung und es gibt weltweit nur ca. 330 bekannte Fundorte.

Ein Fundort in Deutschland, liegt bei Nieder-Ramstadt im Odenwald/Hessen.

In Österreich wurde Mordenit unter anderem beim Tunnelbau für die Süd Autobahn (A2) nahe Klagenfurt in Kärnten gefunden, sowie am Fellergraben im Zederhaustal in Salzburg, aber auch beim Bau des Tanzenbergtunnels, im Steinbruch Aldrian bei Oberhaag in der Steiermark und am Stradner Kogel.

Auch in Gesteinsproben des Ninety East Ridge (inaktiver vulkanischer Rücken) im indischen Ozean, wurde Mordenit gefunden.

  • Farbe: farblos, weiß, gelblich, blassrosa
  • Glanz: Glasglanz, Perlglanz bis Seidenglanz bei faserigen Aggregaten
  • Strichfarbe: weiß
  • Transparenz: durchsichtig bis durchscheinend.
  • Chemische Formel: ((Na2,Ca,K2)4(Al8Si40)O96·28H2O
  • Chemische Zusammensetzung: Aluminium, Calcium, Natrium, Silicium, Kalium, Sauerstoff, Wasserstoff
  • Mohshärte: 3 - 4
  • Dichte: 2.12 - 2.15
  • Spaltbarkeit: vollkommen
  • Bruch: uneben; spröde
  • Kristallsystem: orthorhombisch
  • Bildungsprinzip: primär
  • Mineralklasse: Silikate und Germanate – Gerüstsilikate
  • Fluoreszenz: fluoresziert schwach weiß

Namensgebung:
Mordenit wurde 1864 erstmals bei dem Ort Morden, in einem der Aufschlüsse des North Mountain Basalt, entlang der Bay of Fundy, in der kanadischen Provinz Nova Scotia entdeckt.

Mordenit wurde von Henry How (1828 bis 1879), einem Geologen aus Kanada ausführlich beschrieben und nach seiner Herkunft benannt. Somit leitet sich der Name Mordenit, von dem Ort Morden ab.

1886 wurd von Cross und Eakins ein Mineral als Ptilolith beschrieben. Durch spätere Analysen stellte sich heraus dass es identisch mit Mordenit war. Der Name wurde deswegen diskreditiert und gilt seitdem als Synonym für Mordenit.


Entstehung:
Der Mordenit ist ein Gerüstsilikat, welches sich in Gängen und Hohlräumen von Eruptiv- und Sedimentgestein bildet, aber auch durch Hydratation vulkanischer Gläser.

Begleitminerale sind meist verschiedene Zeolithe, Glaukonit, Calcit und Kaolinit.

Die Kristalle des Mordenit sind prismatisch, faserig oder auch nadelförmig. Seine Aggregate sind radialstrahlig angeordnet, oder sehen durch seine kurzen feinen Nadeln aus, wie weiße, flauschige Wattebällchen.


mordenit002.jpg
Mordenit auf Apophyllit


Psychische Wirkung:
Der Mordenit fördert die Konzentration, befreit von ablenkenden Gedanken, bringt Klarheit und lässt einen sein Ziel im Auge behalten. Macht einen entspannter in unerwarteten Lebenssituationen.

Der Mordenit hat eine beruhigende Energie, die auch Depressionen lindert.

Der Mordenit ist ein Beziehungstein, fördert die Harmonie und wirkt sich sehr positiv auf Familie und Freundschaften aus, bringt Frieden und Liebe.


Körperliche Wirkung:
Der Mordenit fördert die Entgiftung des Körpers, unterstützt die Heilung bei Erkrankung von Mund, Lunge und Stimmbänder.

Der Mordenit hat nicht so viele Heilwirkungen, ist dafür aber in der energetischen Wirkung stärker. Er findet wie auch andere natürliche und synthetische Zeolithe, in der Industrie Verwertung z.B. zur Wasseraufbereitung, Reinigung chemischer Verschüttungen, Futtermittel, Haustierhaltung, Fisch- und Pflanzenzucht, Medizin und Kosmetik etc.


Sternzeichenzuordnung:
Der Mordenit ist ein Stein des Elements Erde und wird dem Sternzeichen Waage und Krebs zugeordnet.

Die Zuordnung von Edelsteinen, zu einem Tierkreiszeichen ist eine sehr alte Lehre und sorgt deswegen oftmals für Verwirrung , da immer wieder unterschiedliche Edelsteine den Sternzeichen zugeordnet werden. Die Erklärung dafür ist die, dass vor tausenden von Jahren, viele Edelsteine die in einem Land oder Gebiet bekannt waren, in anderen noch völlig unbekannt waren. Somit konnte man sich nur der Edelsteine für die Zuordnung bedienen, die in diesen Ländern bekannt waren.

apophyllit-mordenit-nasik001.jpg
Mordenit auf Apophyllit


Energetische Eigenschaften:
Der Mordenit schwingt mit friedlicher, harmonischer und beruhigender Energie. Bringt Körper und Geist in Einklang, unterstützt die Meditation und führt zu einem Zustand tiefer Entspannung und innerer Wahrnehmung.

In Verbindung mit anderen energiestarken Zeolithen wie z.B. Apophyllit, Stilbit und Heulandit etc. wird seine wirkung noch erhöht.

Der Mordenit wird gerne für Rituale der weißen Magie eingesetzt, da er magische Gaben verstärkt.


Chakra Zuordnung:
Herz, das Dritte Auge, Kronenchakra


mordenit001.jpg
Mordenit auf Apophyllit


Quellennachweis:
mindat.org/min-2779.html
de.wikipedia.org/wiki/Mordenit
handbookofmineralogy.org/pdfs/mordenite
webmineral.com/data/Mordenite.shtml#.XFMr7GmNzIU
mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?lang=de&mineral=Mordenit
mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Zeolithe/Verwendung?lang=de

Antworten

Social Media

       

Zurück zu „Heilsteine - Edelsteine M“