Mein Räuchertagebuch

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Steinkatze
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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Steinkatze » 17.06.2019, 01:50

Danke für den Beitrag, Styx! Mit Gräsern kenne ich mich nur in soweit aus, als dass ich die immer für meine Meerschweinchen geschnitten habe und auch das duftete manchmal nach Waldmeister. Ihr müsst aber mal nach weißem Steinklee suchen. Wenn man den trocknet, richt der ganze Raum nach Waldmeister.

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Styx
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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 17.06.2019, 09:48

Gern geschehen! +##

Gestern hatte ich Zeit uralte Literatur über Fauna und Flora, aus einem Nachlass zu sichten. Die Bücher sind alle über 100 Jahre alt (der Duft alter Bücher ist fast schon das beste daran :o ) , allerdings leider schon ziemlich mitgenommen. Deshalb tue ich mich schwer damit, darin zu "blättern". Aber es lohnt sich dennoch.

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Denn darin findet man manchmal altes Wissen, wie beispielsweise über das Ruchgras. Dort heißt es, die Wurzeln des Ruchgras hätte den intensivsten Duft und wurde in Tabak verwendet. Aber was ich am interessantesten fand, waren die alten gepressten Pflanzen in diesen Büchern. Es ist schon seltsam es in den Händen zu halten.

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Wildflower
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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Wildflower » 17.06.2019, 11:10

Mich faszinieren so alte Sachen auch. Sie "leben" irgendwie......

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Viola
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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Viola » 18.06.2019, 07:09

Hallo,
oh, das sieht spannend aus. Ich liebe auch alte Bücher und habe aus verschiedenen Quellen, z. B. von meiner verstorbenen Oma, recht viele in meiner Bücherwand.
Und zufällig habe ich am Wochenende auch mithilfe von zwei alten Lexika Blumen gepresst... (Und eine Seite versaut.)
Bei uns in der Bücherei gibt es einen Schaukasten mit in Büchern vergessenen Lesezeichen, da sind auch alte (aber nicht ganz so alte, wie augenscheinlich hier) gepresste Blumen dabei. Muss wieder mal mehr auf die kleinen Dinge achten, auch auf Sommerdüfte... Danke, Styx für die Erinnerung.
Leider habe ich so viel Arbeit momentan und die wenige freie Zeit, die ich habe, muss ich nutzen zum Batterieaufladen, und dabei bin ich mehr bei mir selbst als im Außen. Es liegt mir auch nicht (war jetzt immerhin in der letzten Zeit zweimal länger spazieren), Fotos zu machen. Ich habe immer das Gefühl, das nimmt mir, mich auf die Eindrücke an sich zu konzentrieren und sie erstmal in mir selbst aufzunehmen. Wenn mir das nicht gut gelingt, kommt mir das Fotografieren immer vor wie ein Alibi, nach dem Motto: Dann mache ich jetzt halt wenigstens ein Foto von etwas, um es zu bewahren. Ich möchte es aber eigentlich lieber schaffen, das Motiv/Stimmung etc. in mir selbst richtig aufzunehmen. Daher wieder mal nur: Danke für dein stimmungsvolles Bild mit dem alten Buch und den Blumen. Es ist wunderschön.

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Styx
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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 19.06.2019, 06:48

Liebe Viola,

Dank Dir! {²@³@{

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie alt die Pflanzen sind. Aber seitdem ich denken kann, sind sie in diesen Büchern. Laut Widmung hat dieses Buch wohl mal einem Kind gehört. Solche Dinge erzählen aber immer Geschichten, und manchmal hängen viele Erinnerungen daran. Unabhängig vom materiellen Wert dieser Bücher.

Ich kann gut verstehen, dass man die eigenen Empfindungen nicht wirklich in Fotos "einsperren" kann. Ich ziehe mich momentan auch lieber zurück, gehe nach innen und gehe dort hin, wo ich willkommen bin, in die Natur. Denn dort wartet etwas, was ich in dieser Welt leider für immer verloren habe. Außerdem ist es auch heilsam, wie es immer war.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 22.06.2019, 13:47

Sonnenwend und die Suche nach der Farnblüte

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Alte (osteuropäische) Mythen berichten von der Farnblüte. Die nur einmal im Jahr blüht, zur Sonnenwende. Wer dieses Zauberkraut findet, wird mit Reichtum und Glück beschenkt, kann die Sprache der Tiere verstehen und kann sich unsichtbar machen bzw das Unsichtbare sichtbar (wenn man sich die Sporen über die Augen streut). Es gibt viele Märchen und Legenden über die Farnblüte, wobei der Farn doch eigentlich keine Blüten hat und auch keinen Samen. Sondern Sporen, die unter dem Blattwedel sitzen. Allerdings ist diese Schattenpflanze eine sehr starke Zauberpflanze und stark mit dem "kleinen Volk" verbunden.


So habe ich mir zur Sommersonnenwende, Farnsporen geholt aus dem Wald.

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Geräuchert habe ich damit noch nicht, aber ich werde berichten! Interessant ist auch die Rhizome vom Tüpfelfarn, diese soll süß duften.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Wildflower » 22.06.2019, 14:26

Ja, berichte mal. Ich wußte nicht, das man mit Farnsporen räuchern kann.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Wüstenrose » 23.06.2019, 13:25

liebe Styx,

danke dafür, dass du dein Wissen mit uns teilst und ich lese deine Beiträge sehr gerne.
Mit den Farnsporen das wußte ich auch noch nicht und nach Ruchgras suche ich gleich beim nächsten Besuch im Wald.
Bin gespannt...

LG Wüstenrose ++"#

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Steinkatze » 23.06.2019, 15:24

Danke für den schönen Beitrag, Styx [{³@²

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 23.06.2019, 21:00

Gern geschehen!

Die Farnsporen verglimmen ziemlich schnell auf der Kohle, ebenso auf dem Stövchen. Das ist auch nicht wirklich schlimm, denn der "Duft" ist eher muffig und schwer. Nett ausgedrückt, hat es einen sehr dunklen "Ton". :o Als Einzelräucherung eher nicht zu empfehlen. Aber in "magischen" Mischungen kann ich mir es durchaus vorstellen. Der Farn war/ist eine bedeutende mystische Pflanze. In anderen (christlichen) Zeiten war es sogar unter Stafe verboten, "Farnsamen" in der Johannisnacht zu sammeln. Der Farn hat meinem Empfinden nach, eine eher düstere Symbolik, er symbolisiert Einsamkeit, Verschwiegenheit, Stille und Dunkelheit. Aber auch Schutz und Abwehr. So gilt der Farn auch als "Berufskraut" gegen Verhexung und Krankheiten. So eignet er sich gut für Räucherungen um etwas Negatives sichtbar zu machen und abzuwehren. In Schutzräucherungen könnte ich ihn mir auch gut vorstellen. In Zauberpülverchen oder "Mojos" kann man den Farnsporn auch sehr gut verwenden.

Wie das bei vielen Zauberpflanzen so ist, so ist auch der Farn "giftig". Der giftigste Farn in unseren Wäldern, ist der Adlerfarn. Die Sporen, sind ebenso giftig und können auch mal eingeatmet werden, deshalb sollte man damit vorsichtig umgehen.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Steinkatze » 23.06.2019, 22:00

Oh, dann muss man wirklich sehr vorsichtig sein. Ich wusste das noch gar nicht. :shock:

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Wildflower » 24.06.2019, 06:50

Ich habe Berufkraut https://de.wikipedia.org/wiki/Feinstrahl im Garten. Hat sich selber ausgesäht. Als ich noch nicht wußte wie es heißt, nannte ich es Hochstämmiges Gänseblümchen. :mrgreen: , denn die Blüten erinnerten mich an Gänseblümchen. ;-) ;-)

Allerdings ist diese Pflanze bei mir nicht einjährig, sondern (mindestens) zweijährig. Das "Grünzeug" hatte sich nämlich schon letztes Jahr gebildet, kam aber nicht zur Blüte.
Weil ich neugierig war, was da wohl wächst, habe ich es stehen gelassen. :mrgreen:

Ob diese Pflanze auch zum räuchern geeignet ist, weiß ich nciht, aber sie soll früher zum "berufen" benutzt worden sein.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Steinkatze » 24.06.2019, 18:43

Die kenne ich auch :D Die insekten wird's freuen, dass du sie hast stehen lassen.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 25.06.2019, 10:14

Diese Art von Berufskräuter habe ich auch, reichlich. Irgendwann habe ich sie dann auch stehen lassen. ;-)

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 25.06.2019, 10:20

Ich habe noch andere Kostbarkeiten in den Wäldern gefunden, zur Sonnenwende. An einer Birke gefunden und so noch nie gesehen. :o

Birkenblut

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Wildflower » 25.06.2019, 11:29

Das ist aber nicht das Selbe wie das Birkenwasse, das man aus den Birken abzapfen kann, oder?

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 25.06.2019, 12:38

Wildflower hat geschrieben:
25.06.2019, 11:29
Das ist aber nicht das Selbe wie das Birkenwasse, das man aus den Birken abzapfen kann, oder?
Nicht mehr.
Das ist kommt wohl von Mikroorganismen die den Zucker im Baumsaft verstoffwechseln.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Wildflower » 25.06.2019, 12:52

Ach, so.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 07.07.2019, 18:29

Steinkatze hat geschrieben:
17.06.2019, 01:50
Ihr müsst aber mal nach weißem Steinklee suchen. Wenn man den trocknet, richt der ganze Raum nach Waldmeister.
Dank Dir Steinkatze, heute habe ich tatsächlich Steinklee gefunden, und es duftet wirklich sehr intensiv! +##

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Steinkatze » 07.07.2019, 19:16

Styx hat geschrieben:
07.07.2019, 18:29
Steinkatze hat geschrieben:
17.06.2019, 01:50
Ihr müsst aber mal nach weißem Steinklee suchen. Wenn man den trocknet, richt der ganze Raum nach Waldmeister.
Dank Dir Steinkatze, heute habe ich tatsächlich Steinklee gefunden, und es duftet wirklich sehr intensiv! +##

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Oh, das freut mich aber sehr! +##
Hier wächst er nur an den Bahngleisen oder auf brachliegenden Flächen, aber hier ist es so mega trocken, dass ich sicher keinen finden werde, aber das ist nicht schlimm. :) Ich habe noch anderes zum Räuchern da.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Wildflower » 07.07.2019, 19:18

Ich bin neulich durch einen kleinen Park bei uns gegangen, da war alles voller blühenden Mädesüß. Und das duftete!!!!!!!! Lecker!
Leider braucht der ja feuchten Boden und kommt desshalb nicht für meinen Garten in Frage.....seufz.......

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Morgaine999 » 07.07.2019, 19:22

hier sind die bachläufe im moment voll mit süß duftendem Mädesüß, müssen auch noch los dafür :)

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Steinkatze » 07.07.2019, 19:50

Dann blüht das hier bestimmt auch... Vielleicht sollte ich mal den Weg dahin laufen...... falls ich kann.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 08.07.2019, 06:17

Mädesüß haben wir hier auch viel. Das Steinklee habe ich aber nur an einen Platz am Wald gefunden, dafür aber reichlich!
@Steinkatze, bei uns blüht an den Bahngleisen momentan etwas ganz anderes, der Schlafmohn in zarten Farben. :o

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Wildflower » 08.07.2019, 06:48

Der Schlafmohn (wir hatten dieses Jahr fast nur roten) ist in unserem Garten leider schon ausgeblüht.
Schade, das die Blüten nur so kurz halten.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 19.07.2019, 06:50

Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara) - Eine Räucherung für den Blick in die Ewigkeiten


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Der Unstern

So schwere Lasten zu heben,
Bedarf es des Sisyphus Mut,
Und hätten wir Kraft auch und Glut,
Lang ist die Kunst, flüchtig das Leben.

Fern ruhmreicher Sarkophage,
An des Friedhofs verlassenem Hang,
Wie verdeckter Trommel Gesang
Schlägt mein Herz nun die trauernde Klage.

Manches Kleinod von leuchtender Glut
In finstrer Verborgenheit ruht,
Wohin Sonde und Senkblei nicht gleiten.

Manche Blume der edelsten Art
Strömt Duft wie Geheimnis so zart
In der Wildnis verlorene Weiten.

von Charles Baudelaire, aus: Die Blumen des Bösen

Bei einer Eibin, die schon viele Jahrhunderte alt ist, wächst der bittersüße Nachtschatten. Dieses tröstende Gewächs, scheint fest verwachsen mit der Eibin und ihre allmählich reifen Früchte wirken verführerisch neben den roten Früchten der Eibin. So giftig sie auch sein mögen. Obwohl man sich darüber durchaus streiten kann. In der Literatur werden die reifen Früchte des bittersüßen Nachtschatten, als nicht giftig beschrieben. Ebenso die reifen Früchte der Eibe. Aber wer will es schon wagen?


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Entdeckt habe ich den bittersüßen Nachtschatten letztes Jahr im Spätsommer. Und brachte auch dunkle Vorahnungen mit sich. Seitdem nähere ich mich diesen Pflanzengeist und ich räuchere auch mit dieser Zauberpflanze unter freiem Himmel. Zusammen mit dem schwarzen Baum"harz" der Eibin ergibt es eine Räucherung die tief und weit gehen kann. Beide Pflanzen (in allen Teilen) sind hochgiftig/psychoaktiv und wohl eher etwas für sehr Mutige/Verrückte oder eben für Kundige. Ich empfehle deshalb, wenn verräuchern, dann draußen oder/und in "homöopathischen" Dosen.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von BLACK-MOON » 19.07.2019, 15:24

Styx hat geschrieben:
19.07.2019, 06:50
Beide Pflanzen (in allen Teilen) sind hochgiftig/psychoaktiv und wohl eher etwas für sehr Mutige/Verrückte oder eben für Kundige. Ich empfehle deshalb, wenn verräuchern, dann draußen oder/und in "homöopathischen" Dosen.
Der Schwarze Nachtschatten (Solanum nigrum) ist wesentlich giftiger als die bittersüße Art, im Sinne davon, dass viel kleinere Mengen seiner Pflanzenteile bereits sehr viel wirksamer sind. Nur wenige Beeren des ersteren können tödlich sein, während es vom Bittersüßen Nachtschatten schon Beerenmengen (30, 40, 50...) bräuchte, um sich tödlich zu vergiften. Ihr Gehalt an Alkaloiden nimmt mit zunehmender Reife außerdem ab und der Pflanzenname beschreibt den Geschmack der Früchte.
Eibenfrüchte sind definitiv wohlschmeckend und ungiftig, doch der Same ist giftig, sowie alle anderen Pflanzenteile. Je stärker der Same oder die Nadeln zerkaut werden, desto stärker und schneller ist auch die Giftwirkung.

Zudem sind ALLE Räucherstoffe "psychoaktiv", ebenso wie alle ätherischen Öle in der Duftlampe - sie haben einen Einfluss auf die Psyche.
Der richtige Begriff lautet "psychedelisch". Halluzinogene Wirkungen kommen bei diesen beiden Pflanzen durch die möglichen Vergiftungssymptome zustande.

"Kundige", welche sich einem Pflanzengeist annähern, probieren auch kontrolliert die Früchte. Zudem sprechen "Kundige" nicht von "Mut" oder "Verrücktheit", sondern sie müssen sich doch nicht rechtfertigen oder erklären, wenn sie tatsächlich echte spirituelle Pflanzenarbeit machen und sie veröffentlichen.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 19.07.2019, 17:00

Da hast du vollkommen recht! Vielleicht habe ich mich auch ungünstig ausgedrückt und wollte bestimmt niemanden beleidigen. Mit Mutig/Verrückt meinte ich sicherlich nicht "Dummheit", sondern eben Menschen, die mit diesen Dingen etwas unbedarfter(mutiger) umgehen. Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss.
Lange kenne ich diesen Pflanzengeist eben auch noch nicht und so sammle ich auch meine Erfahrungen dahingehend. Und die wollen und werden wachsen, mit der Zeit.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von BLACK-MOON » 19.07.2019, 22:39

Für mich hast du Niemanden beleidigt, außer vielleicht unbewusst dich selbst.
Ich sehe gewisse Dinge sehr klar (immer noch, weil ich weiter bin) und sehe auch anderswo, wie sich jede selbsternannte "Hexe" und "Schamanin" in irgendwelchen SozialMedia Alles zuspricht, das interessant sein könnte, ohne dass da diese gewisse tiefe Verbundenheit wäre. Es widert mich an, das überall zu sehen!
Wirklich umgegangen wird da nicht mit den Pflanzen, es ist nur Show, dreist und gedankenlos.

Und dann tut es mir weh, auf der anderen Seite zu sehen, wie sich von der Natur und ihrer Geisterwelt auserwählte, authentische Menschen mit solchen Aussagen immer irgendwie selbst klein machen, wahrscheinlich auch Angst haben...
Für deine Erfahrungen steht dir Alles offen. Du hast Nichts verloren und weder für das Annehmen und aktive Arbeiten mit der Materie musst du dich "schämen" oder derart rechtfertigen, noch dafür, dem nachzugehen, das dir möglicherweise Etwas bedeutet.

Hier im Forum versteht diese Pflanzenarbeit nur kaum ein Mensch, leider. Im Moment maximal drei Mitglieder.

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Styx » 20.07.2019, 13:37

Diese Verbundenheit hat auch immer ihren Preis. Einen Preis ,den kein Selbsternannter kennt und auch niemals bereit wäre, zu zahlen (wer will das denn schon). Und bist nicht auch du durch ein wirklich dunkles Tal gewandert, allein und bereit bis zum Äußersten (und Innersten) alles dafür zu opfern?
Ich halte nicht viel von diesen digitalen Medien, auch nichts (mehr) von "achso weltoffene/toleranten" Hexen Foren. Die in ihrer "Vielfalt" alles ins "Licht und Liebe" verqueren. Aber wehe, jemand ist mal anderer Meinung, oder teilt diese Erfahrung nicht! Das mag zwar nicht für alle gleichermaßen so sein, denn wo viel Schatten, ist auch viel Licht und umgekehrt. Aber für mich ist es nichts gewesen.
Darüber hinaus fällt es mir eben sehr schwer in die Tiefe zu gehen und darüber zu berichten und mich hinterher dafür (und für mich als Mensch) demütigen und ausschließen zu lassen.

Die Arbeit mit diesen Pflanzengeistern ist auch nicht immer "schön und friedlich" und die Zeit fordert ebenso ihre Tribute, immerzu. Wenn ich innerhalb der Natur mit mir selbst bin, und das tun kann was man dort eben tut, für sich selbst, dann fühle ich mich tatsächlich frei.

Geht man allerdings ganz ins "Schweigen", dann fürchte ich auch, dass irgendwann niemand mehr irgendetwas "sieht".....

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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von BLACK-MOON » 20.07.2019, 15:34

Leider kann man sich nicht aussuchen, ob man es möchte oder nicht... Du kannst nur leiden, weil du dieser Bestimmung folgst oder noch mehr leiden, wenn du es nicht sehen willst. DAS kann dankenswerterweise frei gewählt werden.
Ja, und ich bin immer noch nicht ganz aus diesem dunklen Tal heraus. Aber ich bin jetzt so weit gekommen und schaffe es vollends, es ist nur noch letzte Kraft und Durchsetzung, die materielle Arbeit fertigmachen und manifestieren, um dann endlich wieder bei der eigentlichen Essenz sein zu können. Endlich!!!
Wäre aber nicht mal eine klare Antwort, eine Botschaft gekommen, hätte ich die Sache auf meine Weise beendet. Nur ist die Ironie oder Prüfung dabei immer, dass die Frage bei dieser Botschaft, die eigentlich Intitiation war, wiederum die danach ist, ob mir meine Bestimmung so viel bedeutet und so wichtig ist, dass ich mich selbst opfern würde.
Aber ich sehe es immer noch so, wie ich es von Anfang an gesehen habe... und bin auch dankbar für die "Trophäe", ganz un-andersweltlich und für die Freiheit, mich in, für mich gefühlter Vollendung, mit der Natur und den Geistern von Pflanzen und Wild verbinden zu können.

Nur sind das Dimensionen, die sich diese Menschen in den SozialMedia nicht einmal vorstellen können... :roll:
Ich sollte dir jetzt wohl noch eine Info zu den Hexenforen geben, hmm... Ach ja... :-?

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Pandoria
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Re: Mein Räuchertagebuch

Beitrag von Pandoria » 20.07.2019, 17:36

Styx hat geschrieben:
20.07.2019, 13:37
Diese Verbundenheit hat auch immer ihren Preis. Einen Preis ,den kein Selbsternannter kennt und auch niemals bereit wäre, zu zahlen (wer will das denn schon). Und bist nicht auch du durch ein wirklich dunkles Tal gewandert, allein und bereit bis zum Äußersten (und Innersten) alles dafür zu opfern?
Ich halte nicht viel von diesen digitalen Medien, auch nichts (mehr) von "achso weltoffene/toleranten" Hexen Foren. Die in ihrer "Vielfalt" alles ins "Licht und Liebe" verqueren. Aber wehe, jemand ist mal anderer Meinung, oder teilt diese Erfahrung nicht! Das mag zwar nicht für alle gleichermaßen so sein, denn wo viel Schatten, ist auch viel Licht und umgekehrt. Aber für mich ist es nichts gewesen.
Darüber hinaus fällt es mir eben sehr schwer in die Tiefe zu gehen und darüber zu berichten und mich hinterher dafür (und für mich als Mensch) demütigen und ausschließen zu lassen.

Die Arbeit mit diesen Pflanzengeistern ist auch nicht immer "schön und friedlich" und die Zeit fordert ebenso ihre Tribute, immerzu. Wenn ich innerhalb der Natur mit mir selbst bin, und das tun kann was man dort eben tut, für sich selbst, dann fühle ich mich tatsächlich frei.

Geht man allerdings ganz ins "Schweigen", dann fürchte ich auch, dass irgendwann niemand mehr irgendetwas "sieht".....
auch wenn ich jetzt wieder ins fettnäpfchen trete...

dafür dass du nix von den hexenforen hälst, warst du aber ganz schön aktiv dort. hast sogar den wanderskull als deine idee ausgegeben, was definitiv meine war, von den vielen werken/wissen anderer, für das du dich hast feiern lassen, ganz zu schweigen. man kann deinen weg durch diverse foren, bestens nachvollziehen.

es ist doch eher so, dass du ein problem hast, wenn mal jemand nicht deiner meinung ist. man kann anderer meinung sein, sich streiten und zoffen, aber auch wieder vertragen. das leben ist viel zu kurz und es kann so schnell vorbei sein, da sollte man nicht rücksichtslos dem erfolg anderer hinterherhecheln, den man dann doch nie erreicht.

deine talente liegen in einem anderen bereich, nutze sie doch und versuch dich nicht mit fremden federn zu schmücken. mach etwas aus deinem talent, das macht dich bestimmt zufriedener und im endefekt auch erfolgreicher. versuche mal, dich nicht selbst auszuschliessen, denn das ist das problem, nicht die anderen, die reagieren nur auf dein tun. erfolg ist das, was man selbst draus macht. und ganz ehrlich, du machst wunderschöne skulls, das ist ein so tolles talent und es sind deine werke. da kannst du stolz drauf sein. erkenntniss tut oftmals im ersten moment weh, aber wenn man verstanden hat um was es geht, ist das ein sieg auf ganzer linie.

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