Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

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Neandertalerin
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Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 17.07.2019, 17:14

In diesem Thread möchte ich von Zeit zu Zeit zeigen, was ich so sammle, trockne und verräuchere...
Oftmals verräuchere ich an Ort und Stelle ein paar frische Kräuter, als Dankesräucherung. Frisches Räuchergut hat natürlich eine stärkere Rauchentwicklung. Aber das ist in freier Natur egal….oder sagen wir mal so…mir persönlich ist es gar nicht so egal. Denn bei mir darfs ordentlich qualmen.
Ich will den Rauch aufsteigen sehen, will sehen, wie er sich entwickelt, wohin er zieht…
Das nimmt meine Gedanken mit und läßt mich eine noch tiefere Verbundenheit mit der Natur erleben. Das Zwiegespräch, was ich mit den Pflanzen bereits beim Sammeln gehalten habe, intensiviert sich beim Verräuchern…und läßt mich ein ums andere Mal zu neuen Einsichten gelangen.
Die Pflanzen „sagen“ mir etwas... was ich mit auf meinen Weg nehmen kann (wenn ich reif genug dafür bin. Manchmal sagen mir die Pflanzen auch Dinge, die ich erst sehr viel später verstehe.)
Aber ich will jetzt gar nicht zu sehr in die Tiefe gehen und Euch zeigen, wie ich gestern Abend geräuchert habe.
Wir hatten eine partielle Mondfinsternis. Ein Grund für mich, meinen Ahnen zu Danken. Denn schließlich stünde ich ohne all die Menschen, die vor mir gewesen sind, heute nicht hier. Meine Vorfahren haben ihre Leben gelebt…vielen ist es nicht gut gegangen und trotzdem haben sie ihre Gene weiter gegeben und etwas von ihnen lebt in mir weiter und hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.
Für mich ein Grund zur Dankbarkeit.
Warum suche ich mir nun eine (partielle) Mondfinsternis für diese Dankesräucherung aus? Dazu muss ich kurz „ausholen“.
Vor einigen Jahren habe ich intensiv Ahnenforschung betrieben und bin mit meiner direkten Linie bis ins 17 Jahrhundert gekommen.
Mit anderen Worten…mein Kalender ist voll mit Geburtstagen (und Sterbedaten) meiner Vorfahren.
Ich begehe jeden einzelnen dieser Geburtstage (von manchen sind leider nur die Taufdaten, oder auch nur das Sterbedatum erhalten. Da tut aber gar nichts zur Sache…denn es geht darum, diese eine Person zu ehren. Egal, ob ich nun nur ihr Geburtsdatum kenne, oder nur den Todestag.) Jeder Geburtstag ist dieser Person gewidmet und wird gebührend beräuchert und bedankt.
Was ist aber mit all den Vorfahren, die ich nicht ermitteln konnte?
Die viel, viel weiter zurück liegen? Tausende von Jahren? Auch Zehntausende von Jahren…
Für die Menschen in der Vorzeit waren solche Naturphänomene immer besondere Ereignisse. Wie sie damals damit umgegangen sind, können wir nur erahnen…aber ich bin sicher, irgendetwas hat stattgefunden. Und daran knüpfe ich mit meiner Räucherung zur Mondfinsternis an.
Ich räuchere aus Dankbarkeit zu diesen Menschen, die ich nicht kannte, die aber zu meiner Linie gehörten, die ihren sicher nicht leichten Lebensweg gingen und sich trotz aller Widrigkeiten weiterentwickelt haben.
Und ich räuchere aus Dankbarkeit zum Mond. Denn ohne den Mond hätten wir keine Gezeiten…und ich persönlich bin überzeugt davon, dass der Mond ganz wesentlich dazu beigetragen hat, dass das Leben „so schnell“ das Land erobert hat. Einfach, weil es mußte.
Und von hieraus führe ich die Linie noch weiter fort…der Mond, die Erde, die Sonne, das Universum, das….
Bei solchen Räucherungen tauche ich teilweise sehr weit ab und finde mich manchmal erst beim Morgengrauen wieder: Im Hier und Jetzt…..
So, nun aber genug…ich zeige Euch, wie ich die gestrige partielle Mondfinsternis zelebriert habe.
Da es mir nicht immer möglich ist, besondere Plätze zu erreichen, räuchere ich dann bei mir im Garten. In einer großen runden Mörteltonne sammle ich Regenwasser (für meine Pflanzen) und lege ein Holzkreuz auf die Tonne und darauf stelle ich meine hölzerne Räucherschale (die ich nicht immer verwende. Besonders nicht in freier Natur, weil sie so schwer zum Schleppen ist. Sie ist aber prima für den „Mörteltonnen-Hausgebrauch“ geeignet.)
Für solche langen Räucheranlässe verwende ich die ganz großen Kohlen (mit 5 cm Durchmesser). Dann lege ich meine Kräuter bereit (teilweise frisch – schließlich soll es ordentlich rauchen), entzünde die Kohle und tauche schon in eine andere Welt ab…
Meine Räucherkräuter gestern: Holunderblüten, Wacholderzweige, Beifuss, Salbei, Eisenkraut, Fichtenharz…und noch etwas….-aber ich will ja nicht alles verraten ;)
Bild 1.JPG
Bild 2.JPG
Bild 3.JPG
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Bild 6.JPG
Die Fotos sind sehr dunkel, weil es gestern ja auch schon dunkel war. habe versucht sie zu bearbeiten und heller zu machen, aber mehr war einfach nicht rauszuholen.

BLACK-MOON
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von BLACK-MOON » 17.07.2019, 17:33

Das sind wunderschöne und sehr stimmungsvolle Fotos, sowie sehr tiefsinnige Gedanken.
Ich danke dir dafür. Du sprichst Dinge an, die gerade bei mir und auch anderswo hier sehr präsent sind.
Ich räuchere aus Dankbarkeit zu diesen Menschen, die ich nicht kannte, die aber zu meiner Linie gehörten, die ihren sicher nicht leichten Lebensweg gingen und sich trotz aller Widrigkeiten weiterentwickelt haben.
Was mich betrifft, kenne ich meine Ahnen nicht so genau und ich kann, jedenfalls in dieser Welt, keinen Menschen mehr fragen, woher genau das kommt, was ich in mir trage. Aber das ist für mich auch kein Problem, denn es ist, wie es ist. Zumindest kenne ich die Richtungen väterlicher und mütterlicherseits, die ihr geistiges Erbe an mich weitergegeben haben, wenn ich auch nie Details über spirituelle Ahnen herausfinden können werde. Ich weiß aber, dass ich meinen Ahnen keine Schande mache und das verwirkliche, was sie mir mitgegeben haben. Letztendlich ist es das, wofür sie einmal ihr nicht weniger leichtes Leben gelebt haben und jede Generation hat auch dahingehend ihre Aufgabe, es zu manifestieren und weiterzuentwickeln. Das ist nicht immer leicht. Es fordert von uns auch, uns zu bemühen und unsere Aufgaben zu erfüllen, uns selbst als die Menschen anzuerkennen, die wir sind - und nicht, schwach zu bleiben und uns selbst unsere Fähigkeiten abzusprechen, versteckt im Eck hockend. Nun ja...

Es freut mich, dass du es genauso siehst und dich auch ohne konkrete Namen in der Zeit zurückverbindest.

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Morgaine999 » 17.07.2019, 17:39

Das finde ich sehr schön beschrieben, deine Gedanken dazu und die Bilder! Es gibt Denkanstöße.....Danke!

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Styx
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Styx » 17.07.2019, 18:16

Liebe Neandertalerin,

dank Dir, für die wirklich schönen Bilder. Die Energien sind spürbar. [{³@²
Ich beschäftige mich seid Jahren ebenfalls mit Ahnenforschung. Es ist wirklich erstaunlich, in wie vielen Dingen man sich dort wiederfindet. Die Daten meiner Ahnen (soweit) nachvollziehbar) habe ich auch aufgeschrieben und ihnen ein besonderen Platz auf dem Ahnenaltar gewidmet. Sie sind immer mit mir! Dazu habe ich auch eine Räucherung Prußisches Runen Räucherwerk - "Getragen von Ahnengeistern" mein-raeuchertagebuch-t19970-280.html gemacht.
Für mich persönlich immer wieder etwas Besonderes! +##

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Steinkatze
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Steinkatze » 17.07.2019, 20:27

Danke für den schönen Bericht und die tollen Bilder. Mit meinen Ahnen habe ich mich noch nicht beschäftigt, aber irgendwas habe ich, was der Rest meiner Familie nicht hat und dafür bin ich sehr dankbar.
Auch ich mache Dankesräucherungen oder ich habe geräuchert als mein bester Freund gestorben ist. Er hieß Falk und ich habe einige Worte zu ihm gesagt... und dann hörte ich den Ruf eines Falken. Es war irgendwie magisch.

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Viola
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Viola » 18.07.2019, 07:28

Hallo Neandertalerin,
vielen Dank für deinen Bericht. Er steckt voller Impulse für Menschen, die in diesem Thema sind. Danke dafür.
Mich interessiert nicht nur das Thema Räuchern sehr, aber vielmehr habe ich das Ahnenthema gerade "aufgezwungen" bekommen von zwei meiner Kinder, den Mädchen (erwachsen und fast erwachsen).
Aber zurück zum Räuchern. Ich habe das immer noch nicht geschafft, mal mit Kohle zu räuchern. Ich nehme immer eine umfunktionierte Duftöl-Lampe her mit Teelicht untendrin. Am besten wird sein, ich werde mal einen Kurs besuchen. Das würde mir bestimmt Freude machen.
Es hört sich generell sehr erholsam an, wie du beschreibst, wie "weit weg" du bist. Dass mir persönlich solche Zeiten mit mir selbst sehr, sehr gut tun, das habe ich schon erfahren. Es gab einmal eine Rauhnacht-Räucherung, bei der es mich mit meiner Duftlampe nachts in den Garten gezogen hat, und das habe ich bis heute in Erinnerung... Da kam vieles hoch auf einmal, womit ich nicht gerechnet hatte.
Danke auch für die Fotos, ich finde sie schön. Ist nicht zu dunkel.

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Lizzy
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Lizzy » 18.07.2019, 08:12

Vielen Dank, liebe Neandertalerin, für den tollen Bericht. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

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Dux Bellorum
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Dux Bellorum » 18.07.2019, 19:20

Cool 8)

Northern Sunrise
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Northern Sunrise » 18.07.2019, 19:51

Wundervoll. Dein Text und insbesondere die Bilder transportieren die Energie bis zu mir an die Nordsee. Habe die nervigen Möwen eben nicht mehr gehört. :lol:

Super gut. Danke


Liebe Grüße
Zuletzt geändert von Northern Sunrise am 18.07.2019, 21:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Wüstenrose
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Wüstenrose » 18.07.2019, 20:39

Hallo Neandertalerin,

deine Bilder sind wundervoll und so energiereich. Bei dem Thema Dankbarkeit bin ich ganz bei dir, danke dass du uns teilhaben lässt

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 19.07.2019, 15:56

Vielen Dank für die vielen positiven Reaktionen...

Heute war ich wieder sammeln und hatte das Glück auf einer abgefressenen Pferdeweide, all das einsammeln zu dürfen, was die Pferde nicht fressen...denn noch heute, oder spätestens morgen wird der Bauer sämtliche Restbestände abmähen.
So kam ich mit einem großen Arm voll Berufkraut, Schafgarbe und einer etwas kleineren Hand voll der "Kleinen Braunelle" zurück.
Berufkraut.JPG
Schafgarbe.JPG
Kleine Braunelle.JPG

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Jenni » 19.07.2019, 19:31

Neandertalerin hat geschrieben:
19.07.2019, 15:56
Vielen Dank für die vielen positiven Reaktionen...

Heute war ich wieder sammeln und hatte das Glück auf einer abgefressenen Pferdeweide, all das einsammeln zu dürfen, was die Pferde nicht fressen...denn noch heute, oder spätestens morgen wird der Bauer sämtliche Restbestände abmähen.
So kam ich mit einem großen Arm voll Berufkraut, Schafgarbe und einer etwas kleineren Hand voll der "Kleinen Braunelle" zurück.

Berufkraut.JPG

Schafgarbe.JPG

Kleine Braunelle.JPG
Oh, da hat es sich ja gelohnt und zum Glück war es noch nicht abgemäht.

Die Fotos sind sehr ansprechend. Wirklich schön. Ich hatte auch mal eine Zeit, wo ich gern Blumen getrocknet habe und Blumen-Arrangements daraus kreiert habe. :)

LG Jenni

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 19.07.2019, 20:59

.....Blumen getrocknet habe und Blumen-Arrangements daraus kreiert habe. :)

LG Jenni
[/quote]

Das ist ein netter Neben-Aspekt bei meiner Sammelei. Manchmal sind die getrockneten Pflanzen so schön, dass ich sie kaum verarbeiten mag.
Aber wenn ich dann die Pflanzenseele durch den Rauch aufsteigen sehe, bin ich wieder versöhnt...

Das Berufkraut wird z.B. bei Verwünschungen und übler Nachrede verräuchert. Es sendet die schlechten Wünsche an den Absender zurück...
Mußte ich in letzter Zeit leider mehrfach anwenden, weil jemand es nicht lassen konnte anderen Menschen nur Schlechtes zu wünschen, was sich prompt erfüllte. Mit der Räucherung gingen diese negativen Energien an die Ausgangsquelle zurück...

Die Schafgarbe hat einen wunderbar würzigen Duft. Sie harmonisiert und beruhigt und eignet sich hervorragend für eine Abendräucherung. Aber sie regt auch das Träumen an und zeigt so einiges im Traum, womit man vielleicht nicht gerechnet hat... Auch bei einer Dankesräucherung darf sie bei mir nicht fehlen,

Die Kleine Braunelle unterstützt die Selbstheilungskräfte. Sie fördert Entschlossenheit seinen eigenen Weg zu gehen und läßt uns positiv nach vorn sehen.

Jetzt heißt es erstmal meine frisch geernteten Schätze schonend zu trocknen und dann entsprechend zu verstauen...und dann schon mal die eine oder andere Mischung herzustellen, für Menschen, die die Kraft dieser Pflanzen gerade brauchen.
Zuletzt geändert von Neandertalerin am 19.07.2019, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Dux Bellorum
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Dux Bellorum » 19.07.2019, 21:00

Cool, da kann man aus den ersten beiden Pflanzen leggere Tees rausmachen. Ok. die letzte Pflanze sagt mir nix. +##

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Steinkatze » 20.07.2019, 01:22

Schöne Sammlung hast du da gepflückt! Diese Woche hatte ich mal an meinem "Beifuß-Platz" nachgesehen, aber von einem großen Busch waren gerade mal 2 Stängel gewachsen oder man hat den Rest abgemäht. Schade, das ist bei mir um die Ecke...
Am Sonntag werde ich mal zu den Bahngleisen gehen und schauen was das Mädesüß macht und ob Dost nachgewachsen ist. Solchen habe ich vom Auto aus sehen können, aber es ist eine Stelle, wo man nicht hingehen kann.... :(

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 20.07.2019, 07:51

Steinkatze hat geschrieben:
20.07.2019, 01:22
Diese Woche hatte ich mal an meinem "Beifuß-Platz" nachgesehen, aber von einem großen Busch waren gerade mal 2 Stängel gewachsen oder man hat den Rest abgemäht.
Oder es gibt noch jemanden in Deiner Gegend, der auch sammelt.
Mir ist es dieses Jahr mit dem Beinwell so gegangen. Habe wunderbare Pflanzen entdeckt, aber ich wollte sie noch wachsen lassen. Als ich zwei Wochen später kam um mir etwas davon zu holen, waren sie alle weg. Abgeschnitten.
Hatte dann aber noch ein zerdrücktes (frisches) Exemplar gefunden, was bei Baumfällarbeiten "erschlagen" wurde. Mir tut es immer sehr leid, wenn Pflanzen "nutzlos" sterben müssen...so habe ich sie mitgenommen und voller Dankbarkeit eine Tinktur draus gemacht und den Rest getrocknet.

Das Mädesüß ist in meiner Gegend schon verblüht. Allerdings gibts hier auch nur eine unzugängliche Stelle, wo etwas Mädesüß steht. Dafür habe ich drei Stängel in meinem Garten :)

Bahngleise? Oh ja, da kenne ich eine kleine stillgelegte Strecke. Dort standen dieses Jahr jede Menge schwarze Königskerzen und Ferkelkraut. Im Augenblick steht da noch der Rainfarn...und Salbei.... :)

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Wildflower » 20.07.2019, 11:10

Bei mir im Garten ist dieses Jahr eine ganze Menge Berufkraut (hochstämmige Gänseblümchen ;-) :mrgreen: ) gekeimt. Ich frag mich gerade, ob die auch so Schutz sein können (es würde mir leid tun, sie abzuschneiden um sie zu trocknen :( )?
Ich hatte vor etlichen Jahren mal Saat aus BW, von meiner Freundin, mit gebracht, aber sie hat bei mir nicht gekeimt.
Nun habe ich sie, ohne sie ausgesät zu haben. Ein Zeichen?

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 20.07.2019, 12:23

Wildflower hat geschrieben:
20.07.2019, 11:10
Bei mir im Garten ist dieses Jahr eine ganze Menge Berufkraut (hochstämmige Gänseblümchen ;-) :mrgreen: ) gekeimt. Ich frag mich gerade, ob die auch so Schutz sein können (es würde mir leid tun, sie abzuschneiden um sie zu trocknen :( )?
Ja, die sind Schutz. Solange sie in ihrer eigenen Kraft stehen. Darum wäre es nicht verkehrt einen Teil zu schneiden und zu trocknen, damit Du für die viel längere Zeit im Jahr ohne diese Pflanzen, die Hilfe aus den getrockneten und verräucherten Pflanzen holen kannst.
Verbinde Dich mit den Pflanzen, trage Dein Anliegen vor und ernte in Achtsamkeit (also keinen Kahlschlag machen).
Ernte nicht bei Regen...oder einen bis zwei Tage nach Regen. Warum? Weil die Pflanzen viel Wasser gezogen haben und dann bei der Trocknung durchaus faulen können, was man sehr schnell am Geruch merkt. Auch werden manchen Pflanzen gelb bei der Trocknung.

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Wildflower » 20.07.2019, 12:33

Okay, vielleicht kann ich mich ja überwinden ein paar zu schneiden. Kahlschlag sowieso nicht, ich will ja, das sie sich wieder aussamen..... ;-)

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 20.07.2019, 13:05

Dux Bellorum hat geschrieben:
19.07.2019, 21:00
Cool, da kann man aus den ersten beiden Pflanzen leggere Tees rausmachen. Ok. die letzte Pflanze sagt mir nix. +##
Stimmt. Der Schafgarbe sagt man nach, sie habe eine krampflösende und entzündungshemmende Wirkung. Sie regt die Tätigkeit von Magen, Bauchspeicheldrüse und Galle an. Die Verdauung wird gefördert und so kann man bei Bauchweh durchaus Linderung erfahren.

Das Berufkraut soll gegen Durchfall helfen und die Nierentätigkeit anregen. Sogar äußerlich ist es bei Hautproblemen einzusetzen.

Und auch die "Kleine Braunelle" ist als Tee verwendbar. Z.B. bei Halsschmerzen, auch bei Fieber und Magen-Darm Erkrankungen. Das kleine Pflänzchen hat es echt in sich.

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 21.07.2019, 19:22

Heute hats bei mir beinahe durchgehend geregnet. Und was mache ich an solchen Tagen?
Ich sortiere und verarbeite meine Schätze.
Habe also den ganzen Tag geschreddert, gerebbelt, gemahlen...und gewickelt.
Und jetzt muss ich meine Werkstatt grundreinigen.... ;-)
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Smudges Sticks....JPG

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Wildflower » 21.07.2019, 19:26

Ich hab jetzt ein paar (wirklich nur ein paar) "hochstämmige Gänseblümchen" zum trocknen gepflückt. Wenn ich sie später verräuchere, nehme ich nur die Blüten, oder auch Stängel und Blätter?

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 21.07.2019, 19:30

Im Grunde kannst Du die ganze Pflanze verräuchern. Wenn sie getrocknet ist, bleibt von den Blättern wirklich herzlich wenig übrig. Schön sind die Blütenköpfe.
Ich streife die (wenigen) Blätter vom Stengel ab, schneide mit einer Schere die Blüten ab...und zermahle die Stengel in einer Kaffeemühle. Was nicht so ganz einfach ist, weil die Stengel wirklich zäh sind. Darum müssen sie auch gut durchgetrocknet sein, sonst wird das nichts.
Oder, was dann die, aus meiner Sicht, elegantere Lösung ist...man macht einen Smudge Stick draus. ;)

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Wildflower » 22.07.2019, 06:37

Auch ´ne Möglichkeit. Ich werde es mir überlegen.

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 01.08.2019, 13:38

Heute ist der 1. August, Keltisches Erntedank
Ich mag dieses Fest sehr gern, weil ich finde, dass man nicht immer bis zur letzten Kartoffel warten muss, um Danke zu sagen.
Lughnasad wird am 1.August begangen…da ist ein Teil der Ernte schon eingeholt, aber vieles steht noch auf den Feldern. Um die Ernte auch gut einholen zu können ist von den Bauern viel Fingerspitzengefühl und gute Wetterkenntnisse gefragt. Denn das Wetter ist nicht mehr so beständig und es ist ein vorausdenken unverzichtbar, um die Ernte nicht verkommen zu lassen. Und dazu darf man sich ruhig ein wenig Hilfe von den Pflanzengeistern erbitten und entsprechend räuchern.
So bin ich mal wieder unterwegs gewesen, um „meine“ Ernte einzuholen. Um die Kräuter zu finden und zu schneiden, die ich für den Winter brauche…und um die Hilfe der Pflanzengeister zu nutzen, wenn sie benötigt werden.
Bis hierher war für mich das Jahr ein gutes Erntejahr. Ich durfte auf Wiesen ernten, die bald gemäht und umgepflügt werden sollten, ich konnte Fichtenharz von abgeholzten Bäumen sammeln und konnte endlich eine Pflanze finden, die ich schon lange gesucht habe.
So konnte ich recht viele Smudges Sticks binden, von denen einige im Abgabethread zu finden sind.
Heute Abend werde ich dann an den Waldrand fahren und räuchern…mich bedanken, für das was ich schon sammeln durfte und gleichzeitig um das bitten, was mir noch fehlt.
Ich wünsche Euch einen schönen 1.August
P1040877bb.JPG
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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Steinkatze » 03.08.2019, 17:48

Hallo Neandertalerin, deine Sticks sehen klasse aus! Ich habe auch schon so einige Sticks gebunden. Diesen Sommer hat es hier sehr wenig geregnet, so dass ich ganz davon abgekommen bin zu sammeln. Aber ich habe immer noch viel Beifuß, Salbei, Johanniskraut und noch ein ein wenig von anderen Kräutern da, so dass ich nicht ganz auf dem Trockenen sitze. Ich habe zum Glück auch noch viel von dem schönen Fichtenharz, das ich selber gefunden hatte. Weißen Salbei hätte ich gerne wieder, denn er duftet viel besser als unser heimischer Salbei, finde ich.
Mal sehen wie es finanziell aussieht, denn die Behandlung von meinem Kätzchen ist teuer.
Kräuter kann man immer noch sammeln, aber ein Leben ist eben nicht ersetzbar.

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 05.08.2019, 19:43

Das hast Du vollkommen Recht....Dein Kätzchen geht vor. Ein Leben kann so schnell zu Ende sein, wenn das "Band" abreißt.
Darum bleibe dran und richte alle Energie auf das kleine Samtpfötchen....
Ich schicke Dir auch noch Energie für die kleine Seele.
Alles Gute.

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Dux Bellorum » 05.08.2019, 20:16

Moin Moin

Coole Räuchersticks +##
Neandertalerin hat geschrieben:
01.08.2019, 13:38
Lughnasad wird am 1.August begangen…
Kommt auf die HexenTradition an. Im Neopaganismus wirds vom 31.7 auf den
ersten August gefeiert und in einigen Familientraditionen der Hexerei
manchmal auch vom 1.8 auf den 2.8., wenn sie nicht nach dem Mond feiern.

Liebe Grüße Dux )O(

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Neandertalerin » 05.08.2019, 21:04

Jo....und ich hab mich für den 1.August entschieden. Dieses Jahr.
Nächstes Jahr feier ich dann drei Tage durch... ;)

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Dux Bellorum » 05.08.2019, 22:21

Macht Sinn, kann man mehr Met saufen :mrgreen:

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Re: Die Neandertalerin sammelt, trocknet, räuchert...

Beitrag von Steinkatze » 06.08.2019, 18:57

Neandertalerin hat geschrieben:
05.08.2019, 19:43
Das hast Du vollkommen Recht....Dein Kätzchen geht vor. Ein Leben kann so schnell zu Ende sein, wenn das "Band" abreißt.
Darum bleibe dran und richte alle Energie auf das kleine Samtpfötchen....
Ich schicke Dir auch noch Energie für die kleine Seele.
Alles Gute.
Ich danke dir, Neandertalerin!

Als ich heute mit dem Bus unterwegs war, habe ich jede Menge Johanniskraut gesehen. Ich dachte, dass es durch die Trockenheit nicht so üppig gewachsen wäre. Da habe ich mich wohl geirrt. Aber davon habe ich noch genug. :)

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