Lapislazuli gefärbt...

Steine Fälschungen, Rekonstruktionen, und Manipulation
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Pandoria
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Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Pandoria » 08.12.2018, 10:55

ich habe mir eine weitere kette für mein schilddrüsenproblem gemacht und dafür neuen lapislazuli gekauft. extra gefragt ob gefärbt, was verneint wurde. habe diese kette nun über nacht getragen und heute früh, hals und shirt blau verfärbt. ich bin bockelsauer... :evil:

hat jemand eine idee, wie ich die farbe aus den steinen bekomme, oder kann ich die nur in die tonne kloppen? ich hatte die vorher mit seife gereinigt, da färbte nix ab...

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Watti
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Watti » 08.12.2018, 11:15

Frechheit sowas ... aber die meisten Händler gehen auch davon aus,
daß sie *beste* Ware bekommen bzw. anbieten.

Eine Bekannte von mir wollte auch mal eine Lapiskette testen,
ob diese gefärbt oder natur ist. Ist aber schon ewig her.

Sie hat die Kette damals ein paar Tage ins Wasser gelegt,
daß dann gut Blau wurde :shock:
Ich bin mir nicht sicher, ob sie etwas Spüli dazugegeben hat oder nicht :oops:

Jedenfalls war die Kette dann zwar etwas heller, aber färbte auch nicht mehr ab.

Vielleicht ist Deine Kette ja nur oberflächlich behandelt mit Farbwachs,
daß sie so arg abfärbt ?

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Pandoria
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Pandoria » 08.12.2018, 11:30

danke dir für die info, das ist eine gute idee. +++#

ich werde sie in spüliwasser legen und mal gucken was passiert. wenn sie heller wird macht mir das nichts aus, geht ja nur um die wirkung.

Klaus60
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Klaus60 » 08.12.2018, 11:49

Ja wenn man gut Geld verdienen kann sind die Betrüger nicht weit.
Obwohl das mit Lapis nicht notwendig ist.Ich habe in den 90er Jahren
riesen Kellerräume voll mit Lapis in Pakistan gesehen welcher über die
Grenze aus Afghanistan gebracht wurden sind.
Dort sind natürlich die Preise 4-5 fach billiger als hier bei uns.

In Marokko habe ich Werkstätten gesehen wo für den europäischen Markt
Minerale gefärbt wurden und da waren gefärlich echt aussehene Sachen dabei.
Da muß man sehr aufpassen.

Über Sachen die aus China und Osteuropa kommen möchte ich mich nicht äußern.
Da hilft nur noch eine UV-Lampe,da sieht man die Klebnähte.

Es grüßt
Klaus

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Morgaine999
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Morgaine999 » 08.12.2018, 11:50

Ärgerlich :( Das nächste mal mit Acetonlappen testen vor Kauf...färbt es ab ist er gefärbt.

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Jenni
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Jenni » 08.12.2018, 19:44

Hallo,

ich habe auch schon öfters verschiedene Lapis-Stein-Perlen gekauft, z.B. Stäbchen, Kugeln oder Rhomben. Da färbte nix ab.

Aber ich habe mir mal ein Armband gemacht aus so kleineren flachen Lapis-Rechtecken. Das hatte ich einmal getragen und man konnte es sehen, dass sie auf dem Arm blau abgefärbt waren.

Das fand ich auch ärgerlich und habe seit dem das Teil nie mehr getragen und aus den restlichen Steinen auch nix weiter gekettelt.

Diese besagten Seine habe ich von einem Händler, bei dem ich schon öfters Lapis gekauft hatte und sonst nie etwas färbte. Umso größer dann halt die Enttäuschung. Aber vielleicht wusste der Händler es ja selber auch nicht.

Vom Preis her waren die abfärbenden Lapis-Steine auch nicht anders als die nicht färbenden. Also kann man es auch nicht am Preis festmachen.

Ich werde auch mal versuchen, das Armband mit einem feuchten Tuch abzuwaschen. Weiß nicht, ob ich es gänzlich in Spülwasser einweichen sollte. Oder auseinanderbauen und einweichen?

Was würdet ihr denn empfehlen? :?:

LG Jenni :)
Zuletzt geändert von Jenni am 09.12.2018, 16:39, insgesamt 2-mal geändert.

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mui
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von mui » 09.12.2018, 01:05

Also Aceton bei einem Mineral das auch als Farbe eingesetzt wird, würde ich nicht nehmen. Ich denke dass der echteste Lapis bei Aceton zeigt wie er färben kann.
Vermutlich ist es meist bläulich es Wachs anstatt farbloses Öl... So richtig gefärbt denk ich wird der gar nicht so oft der Lapis.
Warum sollte man Farbe nehmen die so leicht abfärbt ? Bei einem richtig gefärbten Stein färbt nix ab so leicht.

Ich vermute es sind vielleicht indische Perlen und dort wird gern farbigses Wachs oder Öl verwendet.
Ist auch schon doof genug.

Aber wie gesagt, mit Aceton wird vermutli ch auch der echteste Lapis färben... er wird halt auch schon immer als Farbe verwendet... meist gemahlen heutzutage als Pigmentfarbe. Waldorfschulen nutzen manchmal diese coolen Pigmentfarben. Sieht toll aus, wird meist mit dem Schwamm aufgetragen.

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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Morgaine999 » 09.12.2018, 09:07

Nun, die Aceton wischprobe wird überall empfohlen, wenn es um behandelten Lapis geht. Ich teste das gerne mal mit einem echten Lapis ;) Muss nur Aceton finden.

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mui
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von mui » 09.12.2018, 14:33

Diesem " überall " trau ich nicht, ich denk bei vielen Steinen mag das manchmal stimmen, aber lösungsmittel bei einem Stein der als Farbe genutzt wird... probier s aus.

Soweit ich mich erinnere wird die Lapis Farbe sogar ohne Lösungsmittel verarbeitet.

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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von gast111111 » 09.12.2018, 14:58

Denke nicht da dass grosse Geschäft zu machen ist, mit dem I-Net hat man viele Möglichkeiten und Angebote ;-)

Vor allem wollen Sie ja Geschäfte machen und nicht den Namen versauen!

Sicher gibt es immer wieder Besserwisser die sich so bereichern wollen! aber das kann nur wenige male gut gehen ;-)

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Jenni
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Jenni » 09.12.2018, 16:44

mui hat geschrieben:
09.12.2018, 01:05
Also Aceton bei einem Mineral das auch als Farbe eingesetzt wird, würde ich nicht nehmen. Ich denke dass der echteste Lapis bei Aceton zeigt wie er färben kann.
Vermutlich ist es meist bläulich es Wachs anstatt farbloses Öl... So richtig gefärbt denk ich wird der gar nicht so oft der Lapis.
Warum sollte man Farbe nehmen die so leicht abfärbt ? Bei einem richtig gefärbten Stein färbt nix ab so leicht.

Ich vermute es sind vielleicht indische Perlen und dort wird gern farbigses Wachs oder Öl verwendet.
Ist auch schon doof genug.

Aber wie gesagt, mit Aceton wird vermutli ch auch der echteste Lapis färben... er wird halt auch schon immer als Farbe verwendet... meist gemahlen heutzutage als Pigmentfarbe. Waldorfschulen nutzen manchmal diese coolen Pigmentfarben. Sieht toll aus, wird meist mit dem Schwamm aufgetragen.
Hi Mannfred,

danke für deine Antwort.

Das da oft farbiges Öl oder Wachs verwendet wird ist ja auch nicht gerade schön. Die Frage ist halt, in wie weit das Gesundheit schädigend sein kann. :oops: :?:

Also sollte ich diese Lapis-Rechtecke mal mit einem feuchten Tuch (evtl. mit Spüli) versuchen abzuwischen? :?:

LG Jenni

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mui
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von mui » 11.12.2018, 21:43

Spül sie doch mit Spüli ab, dann musst Du nicht mit Verdünner hantieren.

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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Jenni » 12.12.2018, 21:09

mui hat geschrieben:
11.12.2018, 21:43
Spül sie doch mit Spüli ab, dann musst Du nicht mit Verdünner hantieren.
Danke für den Tipp. :)
Nee, Verdünner ist mir unangenehm.

LG Jenni

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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von STF » 20.12.2018, 01:24

Hallo Zusammen :D

Echter Lapis kann auch ganz einfach durch starke Chemie entfärben werden. Zum Beispiel, wenn man Lapis-Lazuli-Schmuck in ein Gold- oder Silber-Tauchbad hängt :-? , zieht die Chemie das schöne Blau aus allen Poren. Also Lapis-Lazuli-Schmuck und Tauchbäder: Bloß nicht! Da wird der schönste Lapis-Lazuli zu einem Kalkstein...

Den gefärbten Lapis-Lazuli würde ich vielleicht auch erstmal in Spüli-Wasser einweichen und ins Ultraschallbad legen. Die Frage ist nur, ob der Stein, wenn er in seinem Urzustand zurück ist, noch für den Zweck dienlich ist. Also ob er denn in seinem Urzustand die gewünschte Heilwirkung hat.

Viele Grüße in die Runde +#

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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Jenni » 20.12.2018, 21:59

Hallo STF,

danke für deine Tipps. :)
STF hat geschrieben:
20.12.2018, 01:24
Hallo Zusammen :D

Echter Lapis kann auch ganz einfach durch starke Chemie entfärben werden. Zum Beispiel, wenn man Lapis-Lazuli-Schmuck in ein Gold- oder Silber-Tauchbad hängt :-? , zieht die Chemie das schöne Blau aus allen Poren. Also Lapis-Lazuli-Schmuck und Tauchbäder: Bloß nicht! Da wird der schönste Lapis-Lazuli zu einem Kalkstein...
Mit Tauchbädern wäre ich so wie so vorsichtig, wenn da Edelsteine am Schmuck sind.
Den gefärbten Lapis-Lazuli würde ich vielleicht auch erstmal in Spüli-Wasser einweichen und ins Ultraschallbad legen.
Woher weiß ich aber, ob er gefärbt ist oder ob er einfach nur so blau abfärbt von Natur aus? Denn Lapis selbst wird ja zermahlen gern als Farbe benutzt. Also könnte auch ungefärbter Lapis in Spülwasser o.ä. abfärben, obwohl er ungefärbt ist? :?:
Die Frage ist nur, ob der Stein, wenn er in seinem Urzustand zurück ist, noch für den Zweck dienlich ist. Also ob er denn in seinem Urzustand die gewünschte Heilwirkung hat.
Und ob er von der Optik her noch so schön aussieht. Einen ungefärbten Lapis wird wohl keiner entfärben wollen. Aber es ist halt auch nicht schön, wenn Lapis abfärbt, egal ob unbehandelt oder gefärbt.

Ich hatte bislang nur einmal Lapis-Steine, die schon bei einmaligem Tragen als Armband an den Arm abgefärbt sind.

Aber bei diesem Händler hatte ich schon mehrmals Lapis bestellt, allerdings wieder in anderen Formen zu unterschiedlichen Zeiten. Da war nie ein Hinweis im Online-Shop, in wie weit der Lapis behandelt oder unbehandelt war.

Wie kann ich denn dann heraus finden, ob der Lapis nun behandelt ist, wenn er abfärbt?

Und was kann denn am besten tun, um das herauszufinden bzw. das weitere Abfärben zu verhindern?

Ich habe dieses Lapis-Armband seit dem nie wieder getragen und aus den restlichen Steinen auch keine weiteren Schmuck hergestellt. :(

LG Jenni :)

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STF
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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von STF » 21.12.2018, 02:26

Hallo Jenni,

Mit Tauchbädern wäre ich so wie so vorsichtig, wenn da Edelsteine am Schmuck sind.
Ja, bei opaken (undurchsichtigen) Steinen wie Lapis-Lazuli & Türkise welche einen "kalkigen" Untergrund haben, sollte man ganz auf das chemische Tauchbad verzichten, denn die Steine vertragen die starke Chemie nicht und sind danach hinüber :(
Woher weiß ich aber, ob er gefärbt ist oder ob er einfach nur so blau abfärbt von Natur aus? Denn Lapis selbst wird ja zermahlen gern als Farbe benutzt. Also könnte auch ungefärbter Lapis in Spülwasser o.ä. abfärben, obwohl er ungefärbt ist? :?:
Das ist nicht so ganz einfach.
Aber eingeweicht in Spülwasser kann ein echter Lapis nicht abfärben. Ich kenne das von gefärbten Korallen, daß sie schnell Farbe lassen, sogar bei nur feuchten Händen... :-?

Lasurit ist der Hauptbestandteil des Lapislazuli und eng verwachsen mit Calcit, Diopsid und kleinen Pyritkörnchen. Das Lasurblau ist dunkelblau und oft nicht gleichmäßig stark gefärbt. Manchmal grünlich, violett bis hellblau. Der Lasurit ist also ein Kontaktmineral, an Kalkstein geknüpft. Zu Pulver zermahlener Lapislazuli ist im Mittelalter bekannt geworden als leuchtend blaues "Ultramarin" und ist ungiftig und unlöslich.

Die Mineralfarbe besteht aus schwefelhaltigem Natrium-Aluminium-Silicat.
Deshalb vermute ich, daß öfter, als dem Weltmarkt bekannt ist, der Lapis-Lazuli gefärbt wird und zwar durch die Eigenfarbe. Sozusagen die Lasurit-Schicht, welche nicht zu Schmuckzwecken verarbeitet werden kann (da z.B. zu dünn) anderweitig verwendet wird, und bei der Aufbereitung, dem Lapis die begehrte Farbe verleiht. Wie genau, das gehandlet wird, bleibt wohl ein Geschäftsgeheimnis.

Es gibt natürlich auch offensichtlich gefärbte Steine, die aber einer Kennerin wie Dir, denke ich, direkt auffallen würden.

Von daher schätze ich, daß Du die "gängigen" Lapissteine hast und ich vermute ganz stark, daß Dein Körper und Dein Schweiß auf den Schwefel reagieren. Denn der Schwefel ist die farbgebende Substanz und verursacht durch chemische Reaktionen das Ultramarinblau.

Der Chemismus vom Lapis-Lazuli (Lasurit) ist:
(Na, Ca)_8[(SO_4, S, Cl)_2|(AlSiO_4)_6]
Also stark chemisch wirksame Elemente wie Natrium, Schwefel und manchmal sogar Chlor..

Wie kann ich denn dann heraus finden, ob der Lapis nun behandelt ist, wenn er abfärbt?

Und was kann denn am besten tun, um das herauszufinden bzw. das weitere Abfärben zu verhindern?
Also wenn Du ganz unsicher bist, dann versuche es einfach mit einem anderen Lapislazuli, von einem komplett anderen Händler und schaust, ob dieser auch abfärbt. Und wenn dem so ist, dann reagierst Du tatsächlich auf den Chemiecocktail des Lapislazuli :D
Dann könntest Du die Steine lackieren, damit die Oberfläche "imprägniert" ist.
Manche Leute reagieren auch auf hochwertigen Goldschmuck (750er), indem die Ketten auf der Haut abfärben. Da Gold auch einen minimalen Prozentsatz Schwefel enthält (nicht mehr in dem End-Element zu entdecken als Au "Aurum"), kann es vielleicht in Deinem Fall tatsächlich so sein, daß Dein Körper den Schwefel abstößt (jedenfalls chemisch reagiert). Vielleicht kannst Du, falls Dein Körper bei einem anderen Lapis auch so reagiert, Deinen Hausarzt auf Natrium und Schwefel ansprechen. ?!
Denn ob beim Abbau und der unverzüglichen Weiterverarbeitung, also mit dem Lasurit die Farbe "aufgefrischt" wurde, oder nicht, ist glaube ich auch von den besten Edelstein-Bestimmungsgeräten nicht mehr eindeutig Nachzuweisen. Aber wenn unechte Steine "einfach" blau gefärbt wurden, erkennt das ein erfahrenes Auge und auch Seifen und warmes Wasser (auch Salzwasser) zeigen schnell ein Resultat, also daß der Stein "billig" gefärbt ist. "Teuer" färben lohnt sich meistens nicht, deshalb ist mir diese Art unbekannt.

Liebe Grüße
STF
Zuletzt geändert von STF am 21.12.2018, 03:16, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von STF » 21.12.2018, 02:48

Da fällt mir noch ein, daß bei dem Lapislazuli auch meistens schöne Pyritsprenkel eingewachsen sind. Zu viel Pyrit bewirkt beim Lapis ein unansehnliches Grün. Was ich mit dem Eisen und leichten Kupferreaktionen (Grünspan) verbinde. Da bei 750er Gold desöfteren in den 250 übrigen Teilen Silber und etwas Kupfer in der Legierung ist, kann die Abfärbung auf der Haut auch von dem Eisen im Blut in Verbindung mit dem Schwefel stammen. Rein Spekulativ...

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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Jenni » 21.12.2018, 04:53

Hallo STF,

vielen Dank für deine sehr ausführliche Erläuterung und deine Mühe. :)

Nein, so eine gute Kennerin bin ich leider nicht. Aber ich habe auch Lapis-Schmuck in Form von kurzen Ketten, die ja auch auf der Haut aufliegen und anderen Armbändern.

Und da färbte nie etwas ab. Von daher denke ich schon, dass die beschriebenen Lapis-Rechtecke als Armband irgendwie anders behandelt worden sind. Oft wissen es ja Händler auch nicht immer und es ist für mich als Endverbraucher ja so wie so nicht nachvollziehbar, bei welchem Zwischenhändlern der Online-Händler diese bezogen hat, ob die unterschiedlichen Lapis-Steine von verschiedenen Zwischenhändler waren oder vom Selben.

Naja, ich werde mal die Dinger mit Spülwasser abwaschen, aber wohl besser nicht einweichen. Ich kann es ja auch erst einmal an einem der übrigen Steine dieser Art probieren und dann schauen was passiert. Und wenn dieser dann nicht weiter abfärbt nach dem reinigen, dann würde es auch bei dem Armband und den restlichen Steinen dieser Art bzw. dieses Stranges probieren.

Liebe Grüße
Jenni :)

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Re: Lapislazuli gefärbt...

Beitrag von Minenzwerg » 05.01.2020, 23:43

Sind die Farben den auf Wasserbasis?

Gibt ja auch andere wie alkoholische Färbemittel oder auf Harzbasis. Da kommt man mit Wasser nicht weit. Arbeite beruflich in einem Chemieunternehmen das Schwarz wie Blaue Lacke und Pigmente herstellt.

Das interessiert mich wirklich, hat jemand eine Idee wie die das machen?

Glaube mir, in Massen Dinge einzufärben ist nie teuer wenn man dafür den "Wert" einer Sache steigern kann. Traurig aber war. Leider sind auch weitere Färbemitte billig. Auch wenn es Tinten oder Lacke sind. Aber auch die wird man mit Hausmitteln los.

Liebe Grüße

Minenzwerg

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