komme nun endlich dazu, die versprochenen Fotos der Asche des Eyjafjallajökull.
Mit dem Auge betrachtet ist es eigentlich kleines schwarzes Material, wie kleine Sandkörner groß. Am ehesten mit Schleifmittel zu vergleichen. Aber unterm Mikroskop kommen unendliche Welten zum Vorschein, also Basalt, Lava, Olivin (sehr viel!) und andere Körnchen.
Aber seht selbst, das erste Foto ca. 20fache Vergrößerung, zweites Foto ca. 50fache Vergrößerung.
Wow, Tröllchen, das ist ja Wahnsinn! In den goldfarbenen Bröckchen sind sogar Regenbögen zu sehen, toll Wo hast Du die Asche denn her? für diese genialen Fotos
Ich habe jetzt ca. 3 kg Asche "rumliegen". Diese Asche hat mein Sohn ca. 21 km südöstlich vom Krater entfernt aus den Büschen geholt. Mal ganz grobe, mal ganz feine Flugasche. Er sah aus wie ein Schornsteinfeger! Aber er hat es für mich getan und ich bin ihm unendlich dankbar.
Wer diese Asche haben möchte, ich fülle diese in kleine (Kümmerling) Flaschen ab, kann die euch zusenden. Ich lege nur die Versandkosten aus Island und den Versand in D um, da kommen ziemlich genau 3,15 Euro pro Flasche zusammen (incl. Versand). Den Kümmerling in den Flaschen bezahl und trink ich selbst (die Flaschen selbst tue ich natürlich peinlichst desinfizieren, ist ja mein wirklicher Beruf)
Wie fühlt sich Asche an? Mmmh, wie Sandpapier, könnte man ein Klasse Peeling draus machen und dabei die ganze Haut wegscheuern. Kann mir vorstellen, wenn man die Asche vom Auto kehrt, das der Lack wirklich arg zerkratzt wird. Jedenfalls habe ich eine Prise Asche auf eine Glasscheibe gegeben, dann mit einem Quarz drauf rumgerieben. Der Quarz wurde arg zerkratzt. Also wirklich hart und scharfkantig das Zeugs.
Das hab ich natürlich nicht gemeint.
Seelische, geistige, körperliche, . . . Wirkung hab ich gemeint.
Nach soviel Gewalt, Chaos, Reinigung, Klärung durch das Feuer und dann Neuordnung muss doch 'gewaltig' was rüberkommen . . .
Erst mal freute ich mich ohne Ende über die Asche, da diese mein Sohn "geschürft" hat. Das nur nebenbei.
Die Asche selbst ist erdend. Man fühlt schon, das diese ganz neue Erde (weil ja direkt aus dem Vulkan kommend) erfrischende Kräfte hat. Diese Kräfte sind jedoch noch nicht da, die Asche, oder besser - neue Erde, ist lernfähig. Ich stehe diesem Staub offen gegenüber, zum einen ist es neue Natur, unerfahren, hilfreich, gerinigt. Zum anderen ist es uralte Materie, wissend, hilfreich und kraftvoll.
Ich wage einen Vergleich: am ehesten kommt der Wirkung Meteoritengestein nahe.
Ist man aufgewühlt, beruhigt diese Asche. Braucht man Power, so kann man sie bekommen. Jedoch ist diese Wirkung definitiv nur von kurzer Dauer. Aber dafür ist es eine Superdosis, ich kenne keinen Stein der derartig Energie liefern kann.
Das sind meine ersten Erfahrungen, Langzeitwirkungen stehen noch aus, ich bleibe dran.
Es ist da! Mein Fläschen mit dem wertvollen Inhalt!
Abgesehen von allen Gefühlen dabei, bin ich einfach neugierig. Da sind so viele Glitzersteinchen drin.
Hast du eine Ahnung, Kluft-Troll, was da außer Olivin noch sein könnte? Viel Goldgelb und noch mehr durchsichtige funkelnde Minikristallchen seh ich. Leider ist meine Lupe nicht so gut, dass sich mehr als die Farben erkennen ließen.
hallo tröllchen,
das fläschchen ist gut und sicher angekommen,
herzlichen dank dafür.
irres gefühl, so etwas zu besitzen.
so viel energie raubt mir den schlaf,
die flasche bekommt einen anderen standort,
diamanten sind halt nur für den tag gut.
Da ist sicher noch mehr drin, doch eben verbinden sich verschiedenen Mineralien, habe nicht die Technik um das auseinanderzuhalten.
Zur Zeit filtere ich die Asche von verschiedenen Fundorten um festzustellen, wie weit eine bestimmte Korngröße fliegt. Alles unter 85µm Korngröße muß ich auswaschen (das ist Staub, der nur klebt), dann die Asche im Ofen trocknen, dann im Rüttler mit verschiedenen Sieben filtern. Nun werden die Partikel in den jeweiligen Korngrößen gewogen und daraus ergibt sich eine prozentuale Menge.
Was ich feststelle, große Körner fliegen relativ weit, Staub ist überall in gleichen Mengen. Aber ich bin noch an der Auswertung.
Ich habe inzwischen Asche bekommen von Fundorten in 4,3 km, 12 km, 48 km, 65 km und 127 km Entfernung vom Krater, alle Asche direkt aus der Wolke, je nach Windrichtung und definitiv aus Island.