MoinMoin ihr Lieben!
Schön, dass euch mein Rosenkranz auch so gefällt, ich trage ihn, seit ich ihn gemacht habe, ständig bei mir.
Als ich ihn gemacht habe, ließ ich mir noch einmal ein Gespräch mit meiner Freundin über Religion und Glauben durch den Kopf gehen.
Vergangenes Frühjahr habe ich ihr zuliebe mit ihr in Lübeck mehrere Kirchen, den Dom und ein Kloster besucht. Sie wusste das sehr zu schätzen, weil ich eigentlich nichts von Kirchen halte.
Umso mehr verwunderte es sie, dass ich beim Betreten jeder Kirche mit Weihwasser das Kreuzzeichen schlug.
Weshalb ich das denn mache, fragte sie mich.
Tja, warum? Keine Ahnung. Es war irgendwie aus Respekt, denn von der strengkatholischen Erziehung meiner Mutter ist doch etwas übrig geblieben. Es geht mir nicht um den Glauben an Gott, aber an ein höheres Wesen. Ich muss nicht in eine Kirche gehen, um gläubig zu sein. Die Bibel ist ein Buch voller Bilder, viele davon sind veraltet, manche - wie die Zehn Gebote - sind unglaublich wichtig und werden nie ihre Bedeutsamkeit verlieren.
Als meine Mutter sah, dass ich mir einen Rosenkranz gemacht habe und ich ihr erzählt habe, weshalb, da wäre sie fast in Tränen ausgebrochen.
Als ich vor acht Jahren zum "Grufti" wurde, hatte sie ja schon befürchtet, ich würde fortan den Teufel anbeten (der ja strenggenommen auch eine Art Gott ist - nur mit dem falschen Ziel).
Der Rosenkranz gibt mir etwas zum Festhalten, das ist schon komisch. Vorher hatte ich nur gedacht, ich mache ihn als Schmuckstück, aber nun, da ich ihn habe, erscheint er doch mehr zu sein. Mal schauen, was ich mit ihm erleben darf.
Das war übrigens mein erstes Experiment mit Perlstiften und Ösen, ein voller Erfolg mag ich sagen
LG Julia