-Steine Namen Bestimmen, hier kannst Du Edelsteine, Heilsteine und Steine Fotos sowie Bilder einstellen um diese bestimmen zu lassen, falls Du den Namen wissen möchtest. -
Das ist ein sphärolitischer Chalzedon,Achat oder Jaspis
der kann in Rhyolith vorkommen,ist aber nie ein Rhyolith.
Vor Jahren war Rhyolith noch Porphyr und viele wusten damit etwas
anzufangen.
Leider ist es erschütternd wie viel falsche Informationen auch von den
selbsernannten Heilsteingurus in ihren Büchern verbreitet werden und
da meine ich nur das mineralogische und die Fundortangaben.
Hallo Wildflower,
bei dem Stück ist es ja recht gut zu sehen,
Ich kenne Stücke von Meißen da sind die Sphären
über 50 cm groß,wenn man davon nur ein Teil findet
hatt man nur einen Jaspis in der Hand.
zu den vielerlei Namen, die ein einziger Heilstein haben kann, möchte ich gern etwas aus dem Buch "Lexikon der Heilsteine
von Achat bis Zoisit" von M. Gienger zitieren:
Bevor die
junge wissenschaftliche Disziplin der Mineralogie in den letzten zwei Jahrhunderten etwas
Ordnung und Übersicht in die Welt der Steine zu bringen vermochte, tummelten sich oftmals
viele Namen für ein und dasselbe Mineral. Das lag einerseits daran, daß verschiedene Varietäten
(Abwandlungen, lat. variare = verändern, verschieden sein) und Erscheinungsformen
eines Minerals noch für eigenständige Mineralien gehalten wurden, andererseits an den
verschiedenen Berufsgruppen, die mit den Steinen zu tun hatten und ihnen z.T. ihre eigenen
Namen gaben: So kannten die traditionelle Steinheilkunde, die Alchimie und die mythologischen
Überlieferungen (Sagen und Märchen), der Bergbau und der Volksmund sowie der
Handel und die Juweliere mitunter sehr verschiedene Bezeichnungen für ein und dasselbe
Mineral. Die Mineralogen des 18. und 19. Jahrhunderts versuchten, Klarheit in diese Verwirrung
zu bringen, wurden sich jedoch untereinander in der Namensgebung oftmals auch
nicht einig. So findet sich in der mineralogischen Literatur zu Anfang dieses Jahrhunderts z.B.
ein „Stilbit deutscher Mineralogen“ (gemeint ist ein Blätterzeolith) und ein „Stilbit französischer
Mineralogen“ (gemeint ist ein Strahlzeolith). Die französische Variante hat sich über
England und den englischsprechenden Welthandel nun durchgesetzt, doch gehen Sie niemals
davon aus, daß jeder deutsche Autor das weiß!
Den Handel schließlich kümmerte das Bemühen um eine einheitliche Namensgebung
weder vor 100 Jahren noch heute. Je wohlklingender der Name eines Minerals, desto besser
verkauft es sich. Das war zu allen Zeiten gleich. Daher wurde der blaue Zoisit, dessen Name
zu sehr an engl, „suicide“ (Selbstmord) erinnerte, von der New Yorker Juwelierfirma Tiffany
eines Tages als „Tansanit“ verkauft. Das Geschäft florierte, der Rest der Welt zog nach. Auch
heute boomt ein unscheinbarer Eisen-Oolith, der seit der Antike bereits als Aetit oder Adlerstein
bekannt war, plötzlich unter dem Namen „Moqui Marbles“, gut aufgemacht mit Zertifikat
und garniert mit rührenden Indianermärchen. Insofern ist der Mineralienhandel eine
nie versiegende Quelle der Inspiration. Fast jedes Großhandels-Unternehmen, einige wirklich
seriöse Firmen einmal ausgenommen, bedient sich inzwischen der Namensschöpfung, um
die überfüllten Lager zu räumen.
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Hinzu kommt, daß die Anzahl der gelernten Edelsteinschleifer, Mineralogen und Gemmologen
im Geschäft stetig abnimmt und immer mehr fachfremde Kaufleute und Glücksritter auf
den Markt drängen. Da finden sich dann auch schnell noch falsch übersetzte englischsprachige
Begriffe, die in deutschen Landen ein erstaunliches Eigenleben entwickeln. Und
als wäre es nun nicht endlich einmal genug, taucht auch noch die Steinheilkunde auf, insbesondere
der esoterische Zweig, und löst sich elegant von allen noch durch Bergbau oder
Handwerk erdverbundenen Begriffen und hebt die Mineralien hinauf in das Sphärenreich
der Engel, wo sie ebensolche Namen erhalten. Aus Skelettquarzen werden so „Elestiale“,
fliederfarbener Chalcedon verwandelt sich in „Lavendelquarz“ und aus einem Rhyolith mit
Spaltenfüllungen aus Chlorit, Quarz und Zeolith wird ein „australischer Amulettstein“ Als
Geschäftsführer eines Handelsunternehmens für Heilsteine war es mir Gott sei Dank vergönnt,
alle diese exotischen Steine in die Finger zu bekommen, sonst hätte ich sie für dieses Lexikon
niemals identifizieren (lassen) können.
Das erklärt vielleicht, warum mehrere Personen ein und denselben Stein meinen, aber verschiedene Bestimmungen dafür abgeben.