maximiliane hat geschrieben:...der Stein ist nicht aus Russland, das weiß ich ganz sicher, sondern aus Brasilien. Er ist schon mehr als 40 Jahre in Familienbesitz, wiegt 49gramm. Einschlüsse sind fast nicht erkennbar. Eine Bekannte hatte ihn mal mitgenommen nach Idar-Oberstein, die meinten, es sei evtl. ein Citrin, aber sicher waren sie auch nicht.
Auf der Tüte stand Topas....
Die Hydrothermalsynthesen, die heute auf den Markt kommen stammen zum Großteil aus Russland. Gearbeitet wird mit amerikanischem knowhow und vertrieben wird meist über Thailand und andere Länder. Das Hydrothermalverfahren für die Herstellung von Quarz (Rauchquarz ist eine Varietät des Quarz) ist bereits 1848!! gelungen und 1948 von den Amis "marktreif" gemacht worden.
Ein Hinweis auf natürlich oder synthetisch kann auch der Schliff sein. Synthesen sind meist kalibriert geschliffen, d.h. der Schliff ist völlig symmetrisch. Bei einem natürlichen Stein, dessen Caratpreis wesentlich höher ist als der einer Synthese, wird meist so geschliffen, dass möglichst viel Masse zum Verkauf gelangt. Die Folge ist ein unsymmetrischer Schliff. Aber auch das wissen die Produzenten von Synthesen und daher sollte man bei einem unsymmetrischen Schliff nicht sofort an einen Naturstein denken. Es gibt eben mehr Gauner als Bürgermeister!
Zu Rauchquarz hat man lange Zeit (und gelegentlich noch immer) fälschlicherweise auch "Rauchtopas" gesagt. Diese Bezeichnung sollte den Preis nach oben treiben, weil "Topas" ein "wertvollerer" Edelstein war/ist als "Quarz".
Und wenn die KollegInnen in Idar-Oberstein diesen Stein, wo sie ihn doch in Händen halten konnten und mit der Lupe betrachten konnten, nicht richtig ansprechen konnten, so warst du ganz einfach bei den falschen Fachleuten. Nicht jeder in Idar-Oberstein ist ein Edelsteinexperte (auch nicht jeder in Antwerpen ist ein Diamanthändler

). Zu diesen würde ich wegen einer Edelsteinexpertise nicht mehr hingehen.
LG pezzottait